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Rainer Balcerowiak
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10551 Berlin

4 Gedanken zu “Kontakt

  1. Hallo, habe Ihre Einträge zu Tempelhof (u.a. im ND) gelesen. Da kündigten Sie Maßnahmen zu Bekämpfung des Volksbegehrens an. Nun werden die wohl nicht mehr notwendig sein, da die Initiatoren das Quorum verfehlen werden – und das kräftig. Interessant ist nur, was Sie anmerken : die nehmen sich das Recht, die Pläne und die Politik der anderen Seite etwas “aufzupeppen”, wobei die Wahrheit auf der Strecke bleibt, kritisieren aber die andere Seite gern für ihre Desinformationspolitik. Wenn es um die eigenen Interessen einer verschwindenenden Minderheit geht, wird der Begriff der Demokratie schon mal angepasst und “modifiziert”. Gerade das absehbare Scheitern des Volksbegehrens wird zur Schaffung zahlreicher “Dolchstoßlegenden” führen (“Behinderung”, “Mehrheit der Nichtteilnehmer ist für uns”…). An dem ND-Artikel fällt die extrem einseitige Berichterstattung auf (100% wird ständig direkt zitiert, die Politik der anderen Seite nur indirekt und sofort negativ kommentiert). Bleibt sich da das ND nicht treu : man ist zwar eine Minderheit, empfindet sich aber als moralische Mehrheit, da alle anderen uninformiert und doof sind ?

    Viele Grüße,

    Stefan Kniestedt

  2. Hallo Herr Balcerowiak,

    mir hat Ihr Buch, was Sie mit Herrn Klimek zusammen geschrieben haben, sehr gefallen. Mir gefallen auch Ihre “schnippigen” (zugegeben: häufig etwas sehr schimpfenden) Wein-Politik-Gesellschaftskommentare.

    Danke dafür… beste Grüße aus Karlsruhe

  3. Sie führen da ein sehr schönes Blog, das es versteht, Linkssein und Genuss zu verbinden. Das ist leider so selten.

    Nur ein Manko fällt mir auf: Das Blog ist eine Sackgasse. Verlinken Sie nicht zu anderen Blogs? Vernetzen Sie sich nicht? Warum? Ich finde das absolut schade. Hier fehlt eine Blogroll. Hier fehlen die Links zu anderen Mitstreitern. Schauen Sie doch mal über den Tellerrand. ;-)

  4. Hallo Rainer B.,
    zwei Gedanken möchte ich zu Deinem Luxus-Blog beitragen, auch wenn sie Dir vielleicht nicht neu sind:
    Erstens: Luxus ist ein Element des menschlichen Fortschritts, indem „was früher als Luxus erschien, nun notwendig ist … Die Verwandlung dessen, was überflüssig erschien, in Notwendiges, geschichtlich erzeugte Notwendigkeit – ist die Tendenz des Kapitals.“ K. Marx, Grundrisse der Kritik der Politischen Ökonomie, 426.
    „Also Erforschen der ganzen Natur, um neue nützliche Eigenschaften der Dinge zu entdecken; universeller Austausch der Produkte aller fremden Klimazonen und Länder; neue Zubereitungen (künstliche) der Naturgegenstände, wodurch ihnen neue Gebrauchswerte gegeben werden …; die Entwicklung der Naturwissenschaft daher zu ihrem höchsten Punkt …; ebenso die Entdeckung, Schöpfung und Befriedigung neuer aus der Gesellschaft selbst hervorgehenden Bedürfnisse; die Kultur aller Eigenschaften des gesellschaftlichen Menschen und Produktion desselben als möglichst bedürfnisreichen, weil eigenschafts- und beziehungsreichen – seine Produktion als möglichst totales und universelles Gesellschaftsprodukt – (denn um nach vielen Seiten hin zu genießen, muss er genussfähig, also zu einem hohen Grad kultiviert sein) – ist ebenso eine Bedingung der auf das Kapital gegründeten Produktion.“ K. Marx, Grundrisse der Kritik der politischen Ökonomie, 312f.

    Zweitens: Wir Lohnabhängige sind von dieser wachsenden Mannigfaltigkeit der Bedürfnisse keineswegs ausgeschlossen.
    „Übrigens … verlangt jeder Kapitalist zwar, dass seine Arbeiter sparen sollen, aber nur seine, weil sie ihm als Arbeiter gegenüberstehen; beileibe nicht die übrige Welt der Arbeiter, denn sie stehen ihm als Konsumenten gegenüber. Trotz aller ‚frommen‘ Redensarten sucht er daher alle Mittel auf, sie zum Konsum anzuspornen, neue Reize seinen Waren zu geben, neue Bedürfnisse ihnen anzuschwatzen etc.
    Es ist gerade diese Seite des Verhältnisses von Kapital und Arbeit, die ein wesentliches Zivilisationsmoment ist, und worauf die historische Berechtigung, aber auch die gegenwärtige Macht des Kapitals beruht.“ K. Marx, Grundrisse der Kritik der politischen Ökonomie, 198.

    Der Lohnabhängige „ist aber nicht an besondere Gegenstände seines Konsums, noch an eine besondere Weise der Befriedigung gebunden. Er ist nicht qualitativ vom … Kreis der Genüsse … ausgeschlossen, sondern nur quantitativ. Dies unterscheidet ihn vom Sklaven, Leibeigenen etc. …“ Karl Marx, Grundrisse der Kritik der Politischen Ökonomie, 194.
    Auch das ist (noch) ein Element der Macht des Kapitalismus.
    Lohnabhängige die mit 1500 Euro netto oder weniger im Monat auskommen, die leben weder im Luxus, noch im Wohlstand. Sie mögen ausgezeichneten Wein trinken oder Biokost essen. Was sie in einem Bereich mehr als andere ausgeben, müssen sie in allen anderen Bereichen einsparen. Nichts davon ist Luxus.
    Je reicher die Bedürfnisse der Lohnabhängigen entwickelt sind, desto weniger lassen sie sich von den Herrschenden wie Almosenempfänger bevormunden,
    meint Wal Buchenberg

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