Ich war beim “Jugo”

Früher war alles ganz einfach in den Westberliner Altstadtquartieren. Wenn man nicht gerade „zum Italiener“ ging, dann war es eben „der Grieche“ oder „der Jugo“. „Jugos“ gibt’s nicht mehr, da die NATO und die EU den Vielvölkerstaat Jugoslawien bekanntlich komplett zerlegt haben. Doch die Gaststätten sind geblieben und hören immer noch auf Namen wie „Split-Grill“, „Restaurant Croatia“ oder „Dubrovnik Stuben“.

Beim „Jugo“ gab’s in der Regel unglaubliche Mengen Hack- und anderes Fleisch mit Pommes oder Djuvec-Reis und overdressten Salat. Das schmeckte zwar nicht sonderlich, machte aber pappsatt und war lächerlich billig. Und viel mehr wollten wir ja damals auch nicht.

Bei den klassischen „Jugos“ ist das heute nicht anders. Das legt zumindest ein Blick auf die manchmal auch bebilderten Speisekarten nahe. Daher ist es natürlich interessant, wenn ein Gastronom das Thema Balkan-Küche mal etwas ambitionierter angeht.

Das vor kurzem eröffnete „Sljiva“ in der halbgentrifizierten Moabiter Markthalle wirkt ein bisschen in die hinterste Ecke gedrückt und wird von einem preislich recht ambitionierten Österreicher („Habe die Ehre“), einem auf Peru getrimmten Ceviche-Laden („Naninka“) und einer eher zweifelhaften Pommes-mit-Soße-Bude („Poutine Kitchen“) eingerahmt. Geboten wird nach eigenem Angaben „Der Geschmack der Balkan-Tradition“

Die Karte macht schon mal neugierig, denn außer einigen klassischen „Jugo-Knallern“ gibt es allerlei Unbekanntes und Unerwartetes. So kann man sich als Vorspeise an einem Rote-Beete-Carpaccio erfreuen: Gekochte Rote Bete mit Knoblauch, Ziegenkäse und Walnüssen, auf Rauke serviert. Sehr gelungen und inspirierend zum Nachmachen,

Als Hauptgang sollte man dann vielleicht einen bewährten Kracher bestellen. Doch mit den nervigen, absurd gewürzten und in der Fritteuse halb verbrannten Hackröllchen, die man in der Regel bekommt, haben die Cevapcici im Sljiva nichts zu tun. Gebraten werden sie hier in würzigem Lammfett, auch die kross-saftigen Bratkartoffeln werden frisch zubereitet und verdienen -was selten vorkommt – ihren Namen. Dazu ein paar klassische Zutaten wie marinierte Zwiebeln. Ajvar ( Paprika-Würzpaste ) und Kajmak (Creme aus Milchrahm).

Das macht Spaß und lässt einen traumatische Jugo-Erlebnisse schnell vergessen. Nur das mit dem Salz in den Cevapcici müssen sie hier noch ein bisschen üben, es war schlicht etwas zu viel.

Ergänzt wird dies alles mit einem kleinen Angebot von Weinen aus den Balkan-Ländern und einigen äußerst gepflegten Fassbieren. Darunter ein würzig-fruchtig-süffiges „Grimbergen Blanche Witbier“ aus Belgien, das sowohl zu den Roten Beten als auch zu den Cevapcici hervorragend passte.

Der Service war freundlich und kompetent, ohne auch nur eine Spur schleimig oder unangemessen jovial zu wirken. Auch das muss (leider) erwähnt werden. Wer dann irgendwann mal wieder in den Abfütterungsstationen in den kroatischen Touristenhochburgen strandet, wird sich mit Sicherheit wehmütig an das Sljiva in der Moabiter Markthalle erinnern.

Endlich beginnt die Weltmeisterschaft

Die Vorrunde der Fußball-WM ist endlich vorbei. Abgesehen vom Absturz von Schland gab es keine einzige Überraschung. Es haben sich exakt jene Mannschaften für das Achtelfinale qualifiziert, die ohnehin bei den meisten auf dem Zettel standen.

Das hat viel mit dem Austragungsmosus zu tun, der ausschließlich der Geldgier der FIFA geschuldet ist. Durch das auf 32 Teams aufgeblähte Teilnehmerfeld (früher waren es 16, bald werden es 48 sein!) entsteht im Turnier eine Zwei- bis Dreiklassengesellschaft. Mannschaften wie Panama, Peru, Australien, Saudi Arabien, Ägypten und Tunesien haben bei einer WM nichts zu suchen. Und auch Island , Südkorea und Costa Rica sind wenig mehr als folkloristisches Füllmaterial. Russland ist ohnehin nur dabei, weil sie das Gastgeberland sind. Einzig der Nobody Iran hat kurz an einer Sensation geschnüffelt..

Die globalen Kräfteverhältnisse im Fußball haben sich kaum verändert. Im Achtelfinale stehen zehn Mannschaften aus Europa, vier aus Südamerika und je eine aus Mittelamerika und Asien. Die fünf afrikanischen Teams sind mehr oder weniger sang- und klanglos ausgeschieden. Auch das kaum verwunderlich. Deren heimische Ligen haben bestenfalls deutsches Drittliganiveau, da jeder Afrikaner, der einigermaßen oder gar großartige kicken kann, in Europa und neuerdings auch in China sein Geld verdient. Vor diesem Hintergrund schlagkräftige Nationalmannschaften zu formen , ist ein Ding der Unmöglichkeit. Zwar spielen auch in den meisten europäischen und südamerikanischen Teams viele „Legionären“, doch da gibt es wenigstens eine systematische Vorbereitung auf große Turniere. Von den Asiaten haben sich Japan und Südkorea ganz ordentlich geschlagen und vor allem mit nahezu „deutscher“ Disziplin gespielt. Doch das reicht nicht, um bei den großen Jungs ernsthaft mitmischen zu können.

Eine einigermaßen spannende WM-Vorrunde würde also eine Reduzierung des Teilnehmerfeldes voraussetzen, mit der auch diese Kräfteverhältnisse abgebildet werden, ohne den globalen Charakter komplett auszublenden. Folgende Verteilung wäre also denkbar: Acht europäische Teams, fünf aus Süd-,/Nord- und Mittelamerika und je eins aus Afrika, Asien und Ozeanien/. Wird aber nicht passieren, im Gegenteil: Die WM wird künftig gar auf 48 Teams aufgeblasen.

Jetzt also die K.O. Runde. Da wird es sicherlich einige Überraschungen geben. Auf den Titel gibt es ohnehin keine eindeutigen Favoriten. Von den üblichen Verdächtigen hat sich Deutschland verabschiedet, Spanien und Frankreich wirkten in der Vorrunde alles andere als souverän. Einzig Brasilien scheint sich nach schwachem Start inzwischen einigermaßen eingegroovt zu haben.

Den stärksten Eindruck hinterließen bislang aber die „Geheimfavoriten“ Belgien, England und Kroatien mit einer Mischung aus begeisterndem Angriffsfußball und großer taktischer Disziplin. Schwach dagegen Argentinien und Portugal. Dem überalteten Europameister könnten im weiteren Turnierverlauf wohl nur ein paar weitere Sternstunden des Superstars Ronaldo helfen, der seine Extraklasse aber bisher nur im ersten Spiel aufblitzen ließ. Schwer einzuschätzen ist Uruguay, da die bisher nur gegen Gurkentruppen antreten mussten. Schweden, Dänemark und die Schweiz sind schlicht zu bieder, wobei die Schweden die Schweiz vermutlich besiegen und ins Viertelfinale einziehen werden. Mexiko ist arg limitiert in den spielerischen Möglichkeiten. Russland ist eh eine Grottentruppe. Für eine Überraschung könnte allerdings Kolumbien gut sein.

Zeit für einen Achtelfinal-Tipp. Das Viertelfinale werden Spanien, Portugal, Brasilien, Kroatien, Frankreich, England, Belgien und Schweden erreichen. Danach sehen wir weiter……

Die WM ist gelaufen

Ab morgen ist sowieso alles egal. Denn dann regiert König Fussball. Wir werden Sternstunden der deutschen Leitkultur und Lebensart erleben. Wehende Fahnen, Autokorsos mit Hupkonzerten, enthemmte, manchmal auch betrunkene Massen bei öffentlichen Vorführungen des Spektakels und allerorten eine rege Diskurskultur während und nach den Spielen.

Doch diese Welle wird bald in sich zusammenfallen. Denn als einer der profiliertesten unter den rund 80 Millionen deutschen Bundestrainern und Fußballananalysten muss ich leider mitteilen,, dass Deutschland bereits im Viertelfinale ausscheiden wird, und zwar gegen England.

Das ergibt sich aus dem WM.Modus, der nach den Vorrunden ja keine Auslosungen vorsieht, sonderrn festlegt, welcher Gruppensieger gegen welchen Gruppenzweiten spielt und anschließend welche Sieger dieser Spiele aufeinander treffen.

Deutschland wird also seine Vorrunde gewinnen und sich dann im Achtelfinale mit Ach und Krach gegen die Schweiz durchsetzen. Und danach geht es eben gegen England. Die werden in ihrer Gruppe Zweiter, schlagen im Achtelfinale Polen und spielen dann gegen Deutschland. Allerdings wird England anschließend ausscheiden, gegen Belgien oder Kolumbien. Natürlich im Elfmeterschießen, denn das haben sie noch nie gekonnt und werden es auch nie können.

Abgehakt. Wer Weltmeister wird, vermag ich allerdings nicht genau zu sagen. Es gibt ein Favoriten-Trio: Spanien, Brasilien, Frankreich. Dazu kommen ein „Geheimfavorit“ (Belgien) und zwei weitere Mannschaften, denen eine Überraschung zuzutrauen wäre (Kolumbien und Portugal). Alles andere ist definitiv auszuschließen.

Es würde den Rahmen sprengen, den Rest der insgesamt 32 WM-Teilnehmer genauer zu beleuchten. Nur soviel: Die Afrikaner werden – wie immer bei großen Turnieren – komplett versagen, die Asiaten sind eh nur Folklore und Gastgeber Russland ist schlicht und ergreifend Scheiße.

Mein „Favorit des Herzens“ ist wie immer Portugal. Niemand kann nach Niederlagen, aber auch nach Siegen so herzzerreißend weinen, wie die Fado-Kicker. Außerdem mag ich einfach dieses Land.

Na denn: Anpfiff!

Es lebe der Spargelkönig 2018

In knapp zwei Wochen endet die Spargelsaison 2018. Einigermaßen genießbare Importware aus Polen oder den Niederlanden gibt auch noch ein bisschen länger. Doch dann sollte auch Schluss sein, denn um das später angebotene Zeugs aus Griechenland und Peru sollte man aus verschiedenen Gründen einen großen Bogen machen.

Also zwei Wochen Zeit, sich noch mal anständigen Spargel zu besorgen. Was gar nicht so einfach ist, denn die „optimierten“ Hybridsorten, die den Markt dominieren, wachsen zwar kerzengerade, sind immer schön weiß und haben fest geschlossene Köpfe – doch sie schmecken eher fade.

Zu Spargel gehören in erster Linie Kartoffeln und zerlassene Butter. Der Rest ist mehr oder weniger überflüssiges Beiwerk. Das gilt nicht nur für schleimige Hollandaise, sondern auch für Schinken, Schnitzel und Bratwürste. Das ist schlicht weniger als eine unziemliche Degradierung des feinen, edelbitteren Gemüses zu einer „Beilage“, und das gehört sich nicht. Punkt

Eines fehlt da allerdings noch. Eine passende Flasche Wein. Also keine Fruchtbombe und Alkoholgranate, sondern ein leichter, frischer Weißwein mit zurückhaltender Primäraromatik, deutlich mineralisch, gut eingebundener Säure und eher zarten Fruchtaromen. Erste Wahl ist für uns dabei stets junger fränkischer Silvaner mit maximal 12,5% Alkohol und vier Gramm Restzucker (pro Liter) Darf auch ruhig weniger sein.

Rund 50 fränkische Silvaner haben wir zu Spargel mit Kartoffeln und Butter verkostet. Fünf kamen ins große Finale. Der Gutswein von Rainer Sauermachte schließlich eindeutig das Rennen

Essen, essen, essen, trinken, trinken, trinken – und immer an die Leser denken lautet seit einigen Jahren unser Motto. Denn wir küren in jeder Saison den „Spargelkönig“. Rund 50 Proben haben wir in mehreren Vorrunden zu Spargel verkostet, und die fünf Besten nochmal in einem Finale gegeneinander antreten lassen. Nicht nur der Genuss (wenn man von einigen zweifelhaften Weinen mal absieht) war beträchtlich, sondern auch der Erkenntnisgewinn. Dazu einige Thesen:

1.) Einfache, aber dennoch exzellente gradlinige und reintönige Gutsweine passen besser als vermeintlich „höherwertige“ Abfüllungen – die in „normalen“ Verkostungen mit Sicherheit besser abschneiden würden. Man kann es nicht oft genug sagen: Die Qualität eines Weines sollte man im Kontext seines Genusses bewerten und kein Mensch braucht ein „Großes Gewächs“ zu Spargel.

2.) Im fränkischen Weinbau gibt es drei prägende Bodenformationen : Muschelkalk, Buntsandstein und Keuper. In der Regel passen Muschelkalk-Weine wesentlich besser zu Spargel nature als andere. Mit einer Bratwurst dazu sähe das sicherlich etwas anders aus.

3.) Unser Modus ist gemein und gnadenlos – aber dennoch richtig. Wenn fünf Weine parallel zum Spargel getrunken werden, schält sich schlicht heraus, welcher am besten passt – andere Kriterien gibt es nicht. Das könnte man auch verbraucherorientierten Weinjournalismus nennen.

Die Finalentscheidung fiel uns diesmal vergleichsweise leicht. Sehr schnell schälte sich der Gutswein von Rainer Sauer (der in einer Vorrunde seine beiden höher klassifizierten Orstwein-Brüder deutlich ausgestochen hatte) als „Spargelkönig 2018“ heraus. Frisch, mineralisch, dezente Kernobstanklänge, feine Säure, ganz leicht „grüne“Aromatik, eine Spur Salz und nur 11,5% Alkohol.

Wie geht das? Ganz einfach. Bei Sauers wird ohnehin vergleichsweise früh gelesen, um jeden Anflug von Überreife zu vermeiden. Denn Winzer, die nicht präzise auf den Klimawandel reagieren, bekommen zunehmend Probleme, diesen klassischen Typ leichten, trockenen Weißweine überhaupt noch produzieren zu können. Ein höherer Reifegrad bedeutet mehr Zucker im Most und in der Folge entweder mehr Alkohol (wenn man ihn durchgären lässt) oder mehr Restzucker (wenn man die Gärung stoppt). Für den Gutswein wird ein Teil der Trauben sogar noch früher gelesen, wegen der gewünschten dezent „grünen“ Aromatik. Der Rest ist kurze Standzeit auf der Maische, Vergärung und Ausbau in Edelstahltanks – die bei diesem Weintyp Holzfässern eindeutig vorzuziehen sind.

Sieben Euro kostet dieses (nicht nur zu Spargel, sondern auch einfach „nur so“) ungetrübte Trinkvergnügen. Ein äußerst fairer Preis, zumal das Weingut Rainer Sauer seit einiger Zeit zu den überall abgefeierten Superstars der fränkischen Silvaner-Szene gehört. Doch es geht nicht nur um den Preis. Vor allem achtet Sauer auch bei seinem Basiswein konsequent auf gutes Lesegut und hohe Qualität. Was man nicht von allen seiner Kollegen im noblen „Verband Deutscher Prädikatsweinwinzer“ (VDP) behaupten kann.

Wie dem auch sei: Der Silvaner VDP.Gutswein 2017 von Rainer Sauer ist ein rundum würdiger Spargelkönig. Möge dieser kleine Artikel möglichst viele Leser dazu verleiten, die verbleibende Spargelzeit zu einem Rendezvous mit dem Edelgemüse und dem optimal dazu passen Wein zu nutzen.

Den Wein gibt es für sieben Euro ab Hof

Von Blüten und Bohnen

Beginnen wir mir meiner beliebten Rubrik „Ich gehe nicht mehr essen, weil ich so unglaublich gut kochen kann.“ Na gut,gekocht ist das nicht. Eher gerührt. Die erste Gurke vom Balkon fein geraspelt, vier Knoblauchzehen gepresst, mit halbfettem Quark und Schafsjoghurt vermischt, dazu noch ein bisschen feinstes Olivenöl, Meersalz und schwarzer Pfeffer.. Klingt nach hundsgewöhnlichem Zatziki . Naja, nicht hundsgewöhnlich, sondern schon ziemlich gut. Aber jetzt kommt der Clou! Wohl dem, der einen Garten oder wenigstens einen gut sortierten Balkon hat, denn derzeit blühen viele Kräuter. Und mit frisch gepflückten Schnittlauch-, Basilikum- Estragon- und Korianderblüten schmeckt das schlicht sensationell. Und passt zu den abartigen Temperaturen.

Nunmehr kommen wir zum ärgerlichen Teil. Eigentlich dachte ich nach einer Recherchereise, die mich vor einigen Jahren in den bemerkenswert öden Stadtteil Bonn-Oberkassel führte, dass das Thema „Schlechtester Eiskaffee der Welt“ definitiv und endgültig erledigt wäre. Denn was mir dort bei einem vermeintlichen „Italiener“ serviert wurde, spottete jeder Beschreibung.

„Das können wir noch besser“ denkt man sich offenbar in Teilen Brandenburgs. Und in der Tat eröffnete mir die kurze Rast auf dem Fahrradweg von Wandlitz nach Berlin in einem Café in der Gemeinde Mühlenbecker Land eine neue Dimension des schlechten Geschmacks. Dort versteht man unter Eiskaffee eine vermutlich in flüssigem Stickstoff stahlhart gefrorene Eiskugel, die dann mit lauwarmem, gezuckerten, abgestandenen Filterkaffee übergossen und einer Portion Sprühsahne „veredelt „wird.. Da müssen die selbst in Bonn-Oberkassel noch üben.

Dabei ist das nun wirklich einfach. Man bereite einen Kaffee aus frisch gemahlenen Espressobohnen, lasse ihn etwas abkühlen (wenn es schnell gehen soll mit Eiswürfeln) und füge eine Kugel Vanilleeis dazu. Fertig.

Aber dafür ist man nicht nur in Bonn-Oberkassel, sondern besonders in Brandenburg offensichtlich zu faul oder zu blöd.

Kampf der Giganten

Ich kann Spargel nicht mehr sehen, Und Silvaner auch nicht Naja, jedenfalls ein paar Tage. Aber es gibt ja noch andere nette kulinarische Forschungen, z.B. Elbling und Austern. Um das jetzt gleich mal klarzustellen: Eigentlich geht nur Elbling, genehmigt sind ferner Gros Plant du Pays Nantais und Picpoul. Manchmal auch Muscadet. Die Zulassung von Gutedel befindet sich noch in der geschmackspolizeilichen Prüfungsphase. Nicht zugelassen sind Rfesling und Burgundersorten und sogar strengstens verboten sind Chardonnay, Sauvignon Blanc und alles was britzelt..

Da mir Stefan Marx netterweise eine Flasche Gros Plant aus der Bretagne mitgebracht hat, bietet sich ein Kampf der Giganten an, Dieser Gros Plant vom Chateau der la Bretonnerie soll sich jetzt mit dem bewährten Platzhirsch von der südlichen Mosel messen, Elbling von Stephan Steinmetz .

Beide Rebsorten haben einiges gemein.Sie ergeben in der Regel leichte Weine und weisen eine straffe Säure sowie eher dezente Kernobstaromen auf. Mitunter sind sie auch ausgeprägt mineralisch, mit einer Spur Salz Ferner werden beide Sorten von der „Wein-Szene“ mehr verspottet als gelobt, was sich aus Konsumentensicht äußerst günstig auf das Preisniveau auswirkt. Und zu Austern gibt es einfach nichts Besseres!

Austern aus der Normandie, um deren Gunst ein Bretone und ein Südmoselaner kämpfen. Natürlich in Wandlitz, wo sonst.

 

Also zur Tat. Sechs „Fin de Claires“ sind schnell geknackt und die gut gekühlten Weine harren der Battle. Dem dezent gereiften (2015) Bretonen merkt man das lange Feinhefelager an. Die Säure ist imposant und geht deutlich in Richtung frisch gepresster Zitronnensaft. Bei „Solo-Schluck“ wirkt das ziemlich schrill und scheint gängige Vorurteile („Strümpfestopfer“) zu bestätigen.

Der Südmoselaner (2016) wirkt deutlich geschmeidiger und hat neben der ebenfalls merklichen Säure auch dezente Frucht am Gaumen zu bieten, vor allem herber, mürber Apfel und ein wenig Birne.

Also ran an die Austern. Der Bretone entwickelt mit steigender Temperatur und zu den Austern dann ein wenig Zitrusschale mit einer feinen Bitternote und leicht steinigen Noten. Beim Südmoselaner kitzeln die Austern gar einen Hauch Melone heraus.

Noch ne Auster, noch’n Schluck und so weiter. Fazit: Beides geht gut, aber der Bretone hat die Nase vorn..

Da bekomm ich doch glatt Lust, im Frühherbst mal wieder eine Elbling-Austern-Vergleichsverkostung zu machen, vielleicht mit einem Gros-Plant-“Piraten“. Irgendwie muss man die Zeit bis zu „Lemberger-Wildschwein“ (im Dezember) und der nächsten Spargel-Silvaner-Sause ( Mai 2019) ja rumkriegen.

 

Scheiß Bayern

Zwar kommen noch ein paar Relegationsspiele zur 1., 2. und 3. Liga, und es ist auch durchaus möglich, dass Tennis Borussia in der Oberliga Nordost Optik Rathenow den Aufstieg in die Regionalliga doch noch wegschnappt. Doch im Großen und Ganzen ist die Saison gelaufen. Zeit für den ultimativen Rückblick und die Vorschau auf die kommende Saison.

Endlich, nach 60 Jahren, ist Schalke wieder Deutscher Meister geworden, und das mit satten acht Punkten Vorsprung auf SAP Sinsheim und Schwarz-Gelb ;Lüdenscheid-Nord. Viel schöner ist allerdings, dass die krummbeinigen Pfeffersäcke endlich mal abgestiegen sind.

Nürnberg ist zwar aufgestiegen, wird in einem Jahr aber wieder den Abflug machen. Tschüß Franken, war nett mich euch. Auch Augsburg wäre allmählich mal dran. Braucht kein Mensch.

Die beiden werden dann durch Köln und irgend einen weiteren Looserklub ersetzt werden. Weil es St.Pauli leider und Union hoffentlich nicht schaffen werden. Und der HSV sowieso nicht.

Dritte Liga interessiert keine Sau. Deswegen wollen Katlsruhe und Kaiserslautern da auch so schnell wie möglich raus, und werden in die Zweite aufsteigen.

Ein kometenhafter Aufstieg bahnt sich in Berlin-Moabit im altehrwürdigen Poststadion an. Mäzen Mehmet Ali Han wird Berichten zufolge nochmal die Portokasse öffnen, um „seinen“ BAK 07 in die dritte Liga zu pushen. Dann kann ich immerhin Drittligafussball fußläufig erreichen. Also RUN BAK!

Derweil ist zu erwarten, dass der Ex-Bundesligist Blau-Weiß 90 nach seinem souveränen Aufstieg in die Oberliga Nordost, den Laden rocken wird und im Durchmarsch die Regionalliga erreicht. Es sei denn, Tennis Borussia schafft es diesmal nicht, dann dauerts ein Jahr länger.

Aber eigentlich ist das alles egal. Hauptsache Schalke wird erneut Meister und gewinnt nebenbei auch noch die Champions League. Und den DFB-Pokal.

Achso: Weltmeister wird übrigens Portugal. Deutschland scheidet im Viertelfinale aus. Aber das nur nebenbei.

Verboten ist das nicht. Nur grauenvoll

Wenn der Manager der halbgentrifizierten Moabiter Markthalle neue gastronomische Highlights ankündigt, dann neigt er nicht gerade zu Understatement. Von einer „Sushi-Bar“ und sogar einer „japanischen Sushi-Meisterin“ war vor ein paar Wochen die Rede, Und von der „Poutine Kitchen“, einer „exklusiven kanadischen Streetfood-Spezialität“.

Der Reihe nach. Dort, wo viele Jahre eine Thoben-Filiale eine große Kundschaft mit billigen Industriebackwaren versorgte, hat jetzt ein weiterer Allerwelts-Asia-Imbiss sein Quartier. Dessen Karte weist zwar durchaus Parallelen zum bereits länger ansässigen „HaNoi“ .(unmittelbar davor) auf, aber es gibt auch ein umfangreicher Sushi-Angebot.

Das macht erstmal neugierig, denn Moabit ist nicht gerade als Hotspot für gutes Sushi bekannt. Und daran wird sich vorläufig wohl auch nichts ändern, denn die nachlässig und schmucklos auf den Teller geflanschten Makis, Nigiris und Rolls nebst der 08/15-Accessoires (mittelmäßige Sojasoße sowie Washabi und eingelegter Ingwer aus der Großpackung ) schmecken bestenfalls langweilig, wobei die Konsistenz des Sushi-Reis sogar eher in Richtung unterirdisch ging. Eine Einschätzung, die zwei von mir animierte Bekannte nach ihrem Besuch vollumfänglich bestätigten. Langweiliges, billiges Asia-Food gibt es aber auch in Moabit an jeder Ecke, und noch einen Laden dieser Art braucht kein Mensch.

Endlich gibt’s in Moabit auch Labberfritten mit Silikongeschmack. Kosten auch nur 5,50

Abgehakt. Dann wäre da noch „The Poutine Kitchen“ was sich beim Besuch als etwas aufgepeppte Pommes-Bude entpuppt Angeblich ist das seit Jahren der Hit in der kanadischen Streetfood-Szene, aber solange ich nicht vor Ort war, glaube ich derartigen Aussagen ohnehin nicht. Und falls es stimmen sollte, kann man Kanada getrost aus der Liste der Kulturnationen streichen.

Die in einer Pappschale servierten Fritten werden mit quietschigen Würfeln gemischt, die in Konsistenz und Geschmack an Silikon-Dichtmasse erinnern. Angeblich soll es sich um Käse handeln. Und das ganze dümpelt in einer schwer definierbaren Bratensoße vor sich hin, die die ohnehin nicht sonderlich krossen Fritten allmählich aufweicht. Wer es etwas „edler“ mag, kann für einen Aufpreis noch Schweinefleischfasern (werden heutzutage “Pulled Pork” genannt), Hühnchenstücke oder Schinken dazu ordern. Diverse Soßen und Würzmittel ((Mayo, Ketchup, Chutney, Senf etc.) gibt’s auch dazu, aber damit ist dieses kulinarische Grauen auch nicht mehr aufzuhübschen. Es schmeckt wirklich furchtbar!

5,50 für die Basisversion (“Québec classic“) Fritten mit Quietschwürfeln und Soße sind zudem eine recht ambitionierte Preisgestaltung. Und auch auf die Idee, für ein kleines (0,3l) „Berliner Pilsner“, eines der schlechtesten Biere der Welt, 2,90 zu berappen, würde ich im Traum nicht kommen. Zumal es ein paar Meter weiter das großartige unpasteurisierte Pilsner Tankbier gibt – für den gleichen Preis.

In Kürze macht in dieser Hallenecke auch noch ein Serbe auf. Bin gespannt, ob aus dem gastromischen Doppel-Flop dann ein Dreifach-Flop wird, wie stets begleitet von eingesprungenen verbalen Jubelpirouetten des Hallenmanagers.

Aber alles nicht so schlimm. Solange es in der Halle noch Geschäfte, Imbisse und Restaurants mit anständigem Angeboten gibt, ist sie nicht nur für Touristen und diverse Mafia-Clans, die sie manchmal komplett buchen, sondern auch für Moabiter einen Besuch wert.

Die „Wild Romance“ glimmt nur noch

Früher war alles besser. In jedem Dezember kamen einige wahnsinnige Holländer nach Berlin, um den altehrwürdigen Jazzclub „Quasimodoi“ für fünf Tage in eine dampfende Rock’n'Roll-Hölle zu verwandeln. Vollgeknallt mit Drogen verschiedener Art spielten und sangen die Jungs und Mädels buchstäblich um ihre Leben und versetzten ihre Jünger in rauschhafte Zustände. So manch einer, der sich das mal alle fünf Tage hintereinander reingezogen hat, war hinterher ein anderer Mensch, und für die protestantische Logik des „Standorts Deutschlands“ nur noch eingeschränkt zu gebrauchen.

„Herman Brood&His Wild Romance“ nannte sich dieser Musik gewordene Irrsinn. Dass das nicht ewig so weitergehen wird, dass jeder Rock’n'Roll-Vulkan irgendwann verglüht, hat jeder geahnt, doch so gut wie möglich verdrängt. Nach gut drei Jahrzehnten des permanenten Exzesses dämmerte dem bekennenden Junkie Herman Brood, dass die Power aufgebraucht ist. Die Drogen drohten ihn umzubringen, aber ohne Drogen ging das alles überhaupt nicht mehr. Also bestieg er am 11.Juli 2001 auf das Dach des Hilton Hotels in Amsterdam und machte den Abflug. Schon mehr als 20 Jahre zuvor hieß es in einem seiner bekanntesten Songs („Rock:n:Roll Junkie“) :“When I do my suicide for you/ I hope you miss me too“.

Natürlich haben wir ihn vermisst, und vermissen ihn noch heute. Doch die „Wild Romance“ ist offenbar nicht totzukriegen. Und so haben sich die beiden Gitarreros, die Herman auf seinem langen Weg durch die Rock’n'Roll-Hölle begleitet haben, aufgemacht, sein Vermächtnis zu pflegen und alte und neue Jünger auf den richtigen Pfad der Erkenntnis zu führen.

Auch Dany Lademacher (der eigentlich Belgier ist) und David Hollestelle sind vollkommen wahnsinnig, aber sie haben überlebt. Beide sind mittlerweile jenseits der 60, und alleine das ist eine große Leistung.

Das „Quasimodo“ ist inzwischen schicker, und wird von einem großen Veranstaltungskonzern bespielt. Und natürlich darf man drinnen mittlerweile nicht mehr rauchen, geschweige denn kiffen. Außerdem blieb vor dem Besuch des „Wild Romance“-Konzerts am Freitag die bange Frage, ob es sich nur um ein albernes, abgefucktes Revival oder um einen würdigen Exzess im Geiste Hermans handelt.

Herman Brood ist seit über 16 Jahren tot. Aber seine Musik lebt – ein bisschen

Das Interesse an dieser Frage hält sich offenbar in engen Grenzen. Nicht einmal hundert Fans fanden den Weg in den aufgehübschten Kellerklub. Was sie erlebten, war eine ziemlich gute, aber nicht besonders originelle Rockband mit satten Gitarrensounds, einem straighten Bassisten ,einem leider etwas schläfrigen Drummer, einem lustigen Keyboarder und einem Leadsängerm, der dankenswerterweise gar nicht erst versuchte, wie Hermann zu klingen. Edgar Koelemeijer machte seine Sache recht gut, aber der nackte Wahnsinn, das Getriebene und die Morbidität eines Hermann Brood ist weder zu kopieren, noch zu ersetzen. Natürlich gab es ein paar Highlights, besonders wenn Lademacher und Hollestelle mal so richtig in die Seiten griffen. Das hat dann Spaß gemacht, zumal wir genremäßig angemessen unseren THC- und Alkoholspiegel stetig auf einem gewissen Niveau einpegelten.

Ziemlich abgezockt spielten „Wild Romance“ ihre zwei recht kurzen Sets herunter und man erinnerte sich etwas wehmütig an magische Quasimodo-Nächte in den 80er und 90er Jahren, als diese wahnsinnigen Holländer und allen voran Herman einem drei Stunden oder länger das Hirn leerpusteten

Und so bleiben folgende Erkennisse: 1.) Alles hat seine Zeit, ist irgendwann vorbei und nicht umfassend reproduzierbar. 2.) „Wild Romance“ ohne Herman sind letztendlich eine Coverband ihrer selbst , aber 3.) „Wild Romace“ ist eine gute Rockband , und das ist heute schon Einiges wert. Bleibt noch 4.) Ordentlich kiffen ist manchmal gar nicht so schlecht.

Nochmal richtig durchgepustet

Wenn schon Bebob, dann auch bitte1schwarz-weiß. Auch Till Brönner….

…und Greg Tardy mischten bei der Monk-Party kräftig mit

Der Arrangeur uns Komponist John Beasley rief, und alle kamen zur großen Party, die es am Sonntag zum Abschluss des Berliner Jazzfestes zu zelebrieren gabt. Schließlich galt es in diesem Jahr sowohl den 100. Geburtstag des Bebop-Pioniert Thelonious Monk als auch das Ende der dreijährigen Ära Richard Williams als Leiter des Festivals zu feiern, Beasley und sein MONK’estra erledigten diese Aufgabe locker, souverän und mit ungebremster Spielfreude. 12 Bläser plus Rhythmusgruppe bewiesen eindrücklich, dass diese „alte“ Jazzepoche mit ihrer komplexen Funktionsharmonik nebst ekstatischen Soli noch lange nicht vorbei ist. Und wohl auch nie vorbei sein wird. Vor allem, wenn man sie so pflegt, wie wie das Beasleys BigBand am Sonntag demonstrierte. Und auch der „Stargast“ Till Brönner an der Trompete bewies erneut, dass er eben nicht nur „Schmusejazz“ kann. Obwohl er das eigentlich schon lange niemandem mehr beweisen müsste. Mit durchgepustetem Kopf wurde man in das Berliner Schmuddelwetter entlassen. Was will man eigentlich mehr.

Am frühen Nachmittag hatte das Jazzfest an einem eher bedrückenden Ort Station gemacht. Denn vor gut einem Jahr war der Vorplatz Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche Schauplatz eines montrösen Verbrechens. Ein Terrorist lenkte einen LKW auf hoher Geschwindigkeit auf den dortigen Weihnachtsmarkt, tötete 12 Menschen und verletzte viele weitere schwer. Nicht nur die anschließend um den Platz errichteten Betonsperren und die improvisierte Gedenkstätte machen jedem, der dieses Areal betritt, deutlich, dass sich in unserem Alltagsleben etwas geändert hat, auch wenn Politiker nicht müde werden, das Gegenteil zu behaupten. Bedrückend auch, weil die Hintergründe des Attentats und die Verwicklungen deutscher Geheimdienste in das Geschehen bis zum heutigen Tag nicht aufgeklärt wurden.

Es wurde ein ruhiges, fast besinnliches Konzert. Der britische Pianists und Organist Kit Downes bediente die fantastische Schuke-Orgel mit ihren 5000 Pfeifen und 256 Registern in der sakralen Akkustik behutsam und respektvoll mit einer Mischung aus weichen, offenen Harmoniefolgen und perlenden, freien Melodiebögen. Nur kurz konnte er der Versuchung nicht widerstehen, das „Presslufthammer-Register“ für die tiefsten Bässe zu ziehen.

Ihn folgten die „Trondheim Voices“ ein achtköpfiges Vokalistinnen-Ensembe aus Norwegen, dass durchgehend improvisiert und die menschliche Stimme als Impulsgeber für allerlei elektronische Verfremdungen nutzt, die auf die jeweilige Räumlichkeit abgestimmt werden. Die sphärischen Soundkollagen bewegten sich irgendwo zwischen Fantasy, Esoterik, Troll- und Elfengeschichten, was in diesem Fall keineswegs negativ oder abwertend gemeint ist. Den Besonderheiten des Ortes und seiner jüngeren Geschichte entsprach es jedenfalls voll und ganz.

Nun ist es also vorbei, das Berliner Jazzfest. Williams hat den notwendigen Spagat zwischen Traditionspflege und immer währender Suche nach neuen Formen erneut souverän gemeistert, Mit Haltung und ohne Anbiederung . Er hat das Fest auch weiter in Richtung Club- und Kammerkonzerte geöffnet. Sein – noch nicht bekannter -Nachfolger darf ein gut bestelltes Feld beackern und wird wissen, dass er in ziemlich große Fußstapfen tritt.

Zum Abschluss eine kleine Randbermerkung zum Thema GEZ und das ewige Gejammer über „Zwangsabgaben“ und „Staatsrundrunk“ Die ARD ist der wichtigster Kooperationspartner des Berliner Jazzfestes. Der Deutschlandfunk bzw. die Kulturwellen der Landesanstalten übertragen die Hauptkonzerte täglich live und erwerben zudem Senderechte für die meisten Mitschnitte, auch von den „Nebenkonzerten“ in Clubs. Dazu kommt die intensive journalistische Begleitung des Festivals. Ferner leisten sich noch vier Sender der ARD eigene BigBands, allesamt hervorragende Klangkörper mit internationaler Reputation, die auch regelmäßig Gäste des Jazzfestes sind.

Das alles kostet viel Geld und wäre aufgrund der relativ geringen Reichweite und Werbeaffinität von Jazzkonzerten wohl kaum ohne gebührenfinazierten Rundfunk zu realisieren.

Natürlich kommt jetzt der Einwand „Ich höre keinen Jazz, warum soll ich dafür zahlen?“ Doch zu soviel Dummheit und Kleingeistigkeit fällt mir nichts mehr ein.