Der Sinn des Fußballs: Schaut nach Borsigwalde

Borsigwalde ist einer jener Stadtteile, die für die Bewohner der Berliner Innenstadt unterhalb der Wahrnehmungsschwelle liegen. Ein bisschen Industrie, dichter Siedlungswohnbau, irgendwo im Norden der Stadt, im Bezirk Reinickendorf zwischen Tegel und Wittenau. Tegel kennt man, durch den Noch-Flughafen und das große Gefängnis, beides passiert man auf dem Weg von Berlin-Mitte dorthin. Aber Borsigwalde?

Das Vereinsheim – Dreh- und Angelpunkt eines soliden Fußballvereins

Mitten im Wohngebiet, an der Ernststraße, liegt eine in die Jahre gekommene Sportanlage, mit einem verwitterten Kunstrasenplatz, Vereinsheim und Nebengebäude. Hier hat der SC Borsigwalde 1910 sein Domizil, mit 450 Mitgliedern und 25 Teams im Spielbetrieb eine feste Größe im Berliner Amateurfußball. Die 1. Mannschaft spielt in der Landesliga, der 7.Spielklasse des offiziellen Spielbetriebes. Doch es gibt ja auch noch den Berliner Landespokal, der wie alle Pokalwettbewerbe mitunter „David gegen Goliath“ – Spiele zu bieten hat.

So auch am Sonntag, wo als Gast der BAK 07 erwartet wurde. Der spielt drei Klassen höher, in der Regionalliga Nordost unter professionellen Bedingungen und mit dem Anspruch, irgendwann in die 3.Bundesliga aufzusteigen. Basis dafür ist ein zwar launischer, aber äußerst potenter Mäzen.

Für Carsten Cappelle, den Trainer von Borsigwalde, ist das ein Festtag. „Der ganze Verein freut sich darauf. Die Stimmung ist hervorragend und nun hoffen wir auf viele Zuschauer und gutes Wetter“, sagt er am Tag vor dem Spiel. Über die Chancen seiner Mannschaft macht er sich wenig Illusionen. „Wir hoffen, dass wir das Match ein wenig offen gestalten und zeigen können, dass auch wir den Ball drei, vier Mal hochhalten können“. Für den Klassenunterschied der beiden Teams hat er ein griffiges Bild. „Für die Jungs ist es eine gute Möglichkeit aus nächster Nähe zu begutachten, warum der BAK am Wochenende im klimatisierten Mannschaftsbus nach Chemnitz fährt und wir im 133′er Bus der BVG in Richtung Spandau.” Und während der Marktwert des BAK-Kaders auf deutlich über eine Million Euro taxiert wird, ist der vom SC Borsigwalde faktisch nicht messbar.

Millionen-Kader gegen Freizeitkicker: BAK 07 (in rot) und SC Borsigwalde beim Einmarsch

Tatsächlich kommen am Sonntag rund 150 Zuschauer – Saisonrekord!. Sie verteilen sich locker um den Platz oder sitzen im Vorgarten des Vereinsheims bei Bier, Kaffee, Bratwurst und Bouletten – alles streng nach Corona-Reglement. Wie oft in derartigen Spielen legt der Underdog los wie die Feuerwehr, während die Moabiter Profis vom BAK eher fahrig und lustlos wirken. Doch die Unterschiede der individuellen Klasse sind von der 1. Minute an deutlich sichtbar. Lautstark angefeuert von Torwart Steven Schultz berennen die Amateure das gegnerische Tor und erarbeiten sich sogar ein paar Chancen. Der Dämpfer kommt in der 20. Minute, als der BAK eine Kette von Abwehrfehlern eiskalt für den Führungstreffer nutzt. Doch der Außenseiter gibt sich nicht geschlagen und spielt weiter mutig nach vorne, während Schultz, Sproß einer legendären Reinickendorfer Fußballfamilie, mit teilweise spektakulären Paraden weitere Treffer verhindert. Mit 0:1 geht es dann in die Pause.

Karriere-Highlight für den Borsigwalder Keeper Steven Schultz

Doch in der 2. Halbzeit ist die Luft dann bald raus, was man durchaus wörtlich nehmen kann. Der BAK nahm die überforderten Borsigwalder mit schnellem Aufbauspiel regelrecht auseinander, Neuzugang Marco Cirillo sorgte mit drei Treffern für die Vorentscheidung. Am Ende stand es 0:7. Doch der Frust hielt sich in Grenzen, und das Fußball-Leben geht weiter. Am nächsten Sonntag empfängt Borsigwalde in der Landesliga die 2. Mannschaft vom TSV Rudow, voraussichtlich mit deutlich weniger Zuschauern. Mit einem Sieg würde man sich in der Spitzengruppe festsetzen, und vom Aufstieg in die 6. Spielklasse, die Berlin-Liga, träumen hier einige durchaus. Der BAK empfängt am Sonnabend im Poststadion in der Regionalliga Optik Rathenow. Doch die Saison ist trotz hoher Investitionen in den Kader bereits weitgehend vergeigt, der ersehnte Aufstieg schon jetzt in unerreichbarer Ferne. Bleibt die Hoffnung auf den Gewinn des Berliner Landespokals, was dem BAK bislang nur 2012 gelang. Dann wäre man im DFB-Pokal und möglicherweise selber in der „David gegen Goliath“-Rolle, was bekanntlich manchmal erstaunliche Ergebnisse mit bringt. So fegte der BAK in der ersten Hauptrunde am 18.August 2012 den Bundesligisten TSG Hoffenheim mit 4:0 (sic!) aus dem Poststadion.

Doch was interessiert das den SC Borsigwalde, der als vor allem in der Jugendarbeit sehr engagierter Kiez-Verein schlicht und ergreifend eine der Säulen des Berliner Amateur-Fußballs ist….

Es geht bergab in Moabit, aber…..

Der schleichende Niedergang der kulinarischen Kultur in Berlin-Moabit ist unübersehbar. Margots köstliche Hausmannskost im „Fußballtreff“ ist ebenso Geschichte wie die Pferderouladen von Regina im „Stammtisch“. RosaLisbert in der Markthalle, wo es zeitweilig den besten Flammkuchen der Stadt gab, hat längst entnervt das Weite gesucht, eine aufgebrezelte Pommes-Bude (Poutine Kitchen) ist da jetzt der Platzhirsch. Das einfache, aber richtig gute „Ragazzo di Strada“ in der Jagowstraße hat anscheinend dauerhaft dicht, der früher großartige Vietnamese Tönis in der Huttenstraße hat schwer nachgelassen. Und die Zeiten, in denen es jeden Mittwoch auf dem Ökomarkt bei Antonio frische Pasta mit am Tisch gehobelten Trüffeln gab, sind auch schon lange vorbei.

Eine bessere Ishkembe als bei Bogazici in Moabit bekommt man in Istanbul wahrscheinlich auch nicht…

Immerhin: Das alteinsessene Bogazici in der Turmstraße hält die Stellung (rund um die Uhr geöffnet!) und serviert unter anderem für ein paar müde Euros eine großartige Ishkembe (Kuttelsuppe) mit Salat und Knoblauchessig.

tag

Einfach den Flügel abfackeln

Am Wochenende ist Wolfgang Dauner gestorben, einer der bedeutendsten deutschen Jazzmusiker des vergangenen Jahrhunderts. In diesem Zusammenhang wurde – wie bei Nachrufen üblich – viel Unfug geschrieben. Ein paar Dinge habe ich jetzt in „Neues Deutschland“ gerade gerückt. Da dort nur für Abonnenten abrufbar, habe ich den Artikel in meinen Blog gestellt.

 

Stets am Massengeschmack vorbei: Zum Tod des Jazz- und Jazzrockmusikers Wolfgang Dauner

  • Von Rainer Balcerowiak

Es gehört zur Tragik des Kulturbetriebs, dass Künstler, die während ihres Lebens ein Nischendasein fristeten, nach ihrem Tod zur Lichtgestalt stilisiert werden. Für zeitgenössische deutsche Musiker aus den Sparten Avantgarde und Jazz ist dieses Schicksal nahezu unausweichlich. Und so schaffte es auch Wolfgang Dauner, der am vergangenen Freitag im Alter von 85 Jahren nach langer Krankheit in seiner Heimatstadt Stuttgart gestorben ist, wohl erstmals in die Prime-Time-Ausgaben von »Tagesschau« und »Heute-Journal« und in die großen Boulevardmedien, wo er unisono als »Pionier des deutschen Jazz« gepriesen wurde.

In der Tat hat Dauner, der weitgehend autodidaktisch in seine Rolle als Jazzmusiker hineinwuchs, einiges vorzuweisen. Frühzeitig lernte er, sich in den einigermaßen komfortablen Nischen einzurichten, die der bundesdeutsche Kulturbetrieb für eloquente Vertreter der Avantgarde bereithält: Kompositionsaufträge, Preise, Lehraufträge, subventionierte Festivals und Tourneen. Das schuf Freiräume für wohlkalkulierte, zeitgeistaffine Provokationen, vom Auftritt mit Mao-Bibeln 1968 auf dem Frankfurter Jazzfest über Konzerte mit nackten Begleitmusikern bis zum Abfackeln eines Steinway-Flügels auf offener Bühne. Auch mit einer Komposition für die altehrwürdigen Donaueschinger Musiktage, bei deren Uraufführung Hunderte Pingpong-Bälle in den Saal geblasen wurden, konnte man seinerzeit noch Aufmerksamkeit erregen.

Vor allem war Dauner aber ein begnadeter Netzwerker, der sich intensiv mit den internationalen Schnittstellen zwischen Avantgarde und dem, was man Jazz nennt, beschäftigte. Daraus entstanden musikalische Projekte, die zumindest für deutsche Verhältnisse ausgesprochen innovativ waren. Auch hämmerte er sich zusammen mit Freejazz-Altmeistern wie Peter Brötzmann, mit dem er wahnwitzige Klangkonvolute erzeugte, die Finger am Piano wund, doch die entscheidende Duftmarke, die Dauner setzen konnte, war 1977 die Gründung des United Jazz + Rockensembles (UJRE). Darin versammelte er nicht nur die Creme des deutschen Jazz, unter anderem Albert Mangelsdorff (Posaune), Eberhard Weber (Bass), Volker Kriegel (Gitarre) und Manfred Schoof (Trompete), sondern auch internationale Größen wie den Jazzrock-Drummer Jon Hiseman, die Saxofonistin Barbara Thompson und den »Weltmusiker« Charlie Mariano. Als Fundament für diese Band der Bandleader wurde maßgeblich von Dauner mit »Mood Records« eine eigene Plattenfirma gegründet, die zeitweilig die wichtigste deutsche Produktionsstätte für zeitgenössischen europäischen Jazz wurde. Als exklusiver Vertriebspartner konnte der legendäre Frankfurter Versandhändler »Zweitausendeins« gewonnen werden. Für Dauner bot das auch Raum für diverse andere Projekte als Solopianist und in intimen Duo- und Trioformationen sowie für Filmmusiken.

Bis zu seiner Auflösung 2002 groovte sich das UJRE als deutsches Referenzprojekt in der Sparte Jazzrock durch die kontinentalen Clubs, Hallen und Festivals und produzierte insgesamt 16 Schallplatten, die allerdings von zunehmender Redundanz geprägt waren. Zwar galt das UJRE für deutsche Verhältnisse als »revolutionär«, doch im globalen Kontext war das bereits bei seiner Gründung kalter Kaffee, denn in den USA hatten sich bereits 1970 Musiker aus dem Umfeld von Miles Davis aufgemacht, um unter dem Namen Weather Report diverse Genregrenzen einzureißen.

KrajazzEigenes Werk, CC BY-SA 3.0, Link

Allmählich wuchs Dauner in die Rolle eines Elder Statesman des hiesigen Jazz hinein, als freundlicher, gesetzter, altersmilder Freak mit dem langen Zopf als Markenzeichen und stets in der Nachwuchsförderung engagiert. Auszeichnungen für sein Lebenswerk gab es reichlich, vom deutschen Jazzpreis über die Verdienstmedaille des Landes Baden-Württemberg bis hin zum Bundesverdienstkreuz 1. Klasse, das er 2005 erhielt. Und natürlich wurde sein Leben und Schaffen auch in einer Biografie gewürdigt und verfilmt.

Dauner war zur geachteten Institution geworden, doch die Musik spielte inzwischen woanders. Ohnehin gehört es zu den großen Missverständnissen der Rezeption seines Schaffens, ihn – wie derzeit üblich – als »wichtigsten deutschen Jazzpianisten« zu preisen. Denn am Klavier blieb er oftmals merkwürdig blass und verlor sich mitunter in recht blutleeren elegischen Ausflügen. Da haben andere deutlich mehr musikalische Aufgeschlossenheit entwickelt und verfügen auch über spieltechnisch bessere Fähigkeiten, wie zum Beispiel der unverwüstliche Altmeister Joachim Kühn und der inzwischen gar nicht mehr so »junge Wilde« Michael Wollny.

Das alles kann Dauners Bedeutung für den Jazz in Deutschland nicht schmälern. Vor allem mit dem UJRE und dem »Mood«-Label hat er der deutschen Jazzszene zu mehr Selbstbewusstsein und auch zu größerer Verbreitung verholfen, ohne sich opportunistisch am Massengeschmack anzubiedern. Er war einer der prägenden Akteure einer Ära, die in den späten 60ern begann und im neuen Jahrtausend allmählich auslief. Das können nur wenige von sich behaupten.

Ich bin ein Klimakiller

Ich bin ein Umweltverbrecher und ein Klimakiller. Mein ökologischer Fußabdruck ist eine Katastrophe. Das weiß ich schon lange, aber ich bin nicht bereit, das zu zu ändern. Um das zu demonstrieren, reicht eigentlich die Bilanz eines hundsgewöhnlichen Tages.

Der Tag begann wie immer mit einem Klimaverbrechen

Er begann mit unverantwortlichem Stromverbrauch: Lauwarm duschen, Zubereitung eines Espressos (nebst heißer Milch), ein gekochtes Ei , ein frisch gepresster Saft. Es folgten mehrere Stunden am Computer. Dabei habe ich manchmal sogar noch Musik gehört (aus der Stereoanlage) Ich bin zwar Bezieher von Ökostrom, weiß aber sehr wohl, was in die Leitungen eingespeist wird. Jedenfalls war meine CO2-Bilanz bereits am Mittag verheerend.

Dann die Zubereitung einer kleinen Mahlzeit auf dem E-Herd. In der war auch etwas Fleisch vorhanden (FLEISCH!!) Danach ging es auf den hiesigen (Öko)-Markt. Dort natürlich erneut einen mittels Strom fabrizierten Kaffee getrunken. Das bisschen Bio-Obst, -Gemüse und Eier, was ich dort kaufte, ist doch nur Alibi. Überhaupt: EIER!!

Zu Hause dann wieder Strom – für den Computer. Doch es wurde noch schlimmer. Ich habe sowohl meine Geschirrspülmaschine als auch meine Waschmaschine in Betrieb genommen ( GEHT’S NOCH?) Dann auch noch Wasser für Tee erhitzt und erneut den Herd benutzt (Kartoffeln kochen) Später dann einen Kräuterquark zubereitet. Aber keinen Soyaquark, sondern KUHQUARK!! Anschließend dann noch ein Glas Wein (NICHT BIO!!)

Zu meiner Entlastung habe ich wenig vorzubringen. Ich bin nicht geflogen (wohin hätte ich heute auch fliegen sollen?) und bin nicht Auto gefahren (was nicht schwer ist, denn ich besitze kein Auto)

Wenn die bei Fridays for Future in der Schule aufgepasst haben, könnten sie mir meinen persönlichen heutigen Beitrag zu globaler Erwärmung, Anstieg des Meeresspiegels, Abschmelzen der Gletscher , Ausstoß von Klimagasen durch Tiernutzung und  Wetterextremen in Berlin-Brandenburg exakt vorrechnen.

Ich war beim “Jugo”

Früher war alles ganz einfach in den Westberliner Altstadtquartieren. Wenn man nicht gerade „zum Italiener“ ging, dann war es eben „der Grieche“ oder „der Jugo“. „Jugos“ gibt’s nicht mehr, da die NATO und die EU den Vielvölkerstaat Jugoslawien bekanntlich komplett zerlegt haben. Doch die Gaststätten sind geblieben und hören immer noch auf Namen wie „Split-Grill“, „Restaurant Croatia“ oder „Dubrovnik Stuben“.

Beim „Jugo“ gab’s in der Regel unglaubliche Mengen Hack- und anderes Fleisch mit Pommes oder Djuvec-Reis und overdressten Salat. Das schmeckte zwar nicht sonderlich, machte aber pappsatt und war lächerlich billig. Und viel mehr wollten wir ja damals auch nicht.

Bei den klassischen „Jugos“ ist das heute nicht anders. Das legt zumindest ein Blick auf die manchmal auch bebilderten Speisekarten nahe. Daher ist es natürlich interessant, wenn ein Gastronom das Thema Balkan-Küche mal etwas ambitionierter angeht.

Das vor kurzem eröffnete „Sljiva“ in der halbgentrifizierten Moabiter Markthalle wirkt ein bisschen in die hinterste Ecke gedrückt und wird von einem preislich recht ambitionierten Österreicher („Habe die Ehre“), einem auf Peru getrimmten Ceviche-Laden („Naninka“) und einer eher zweifelhaften Pommes-mit-Soße-Bude („Poutine Kitchen“) eingerahmt. Geboten wird nach eigenem Angaben „Der Geschmack der Balkan-Tradition“

Die Karte macht schon mal neugierig, denn außer einigen klassischen „Jugo-Knallern“ gibt es allerlei Unbekanntes und Unerwartetes. So kann man sich als Vorspeise an einem Rote-Beete-Carpaccio erfreuen: Gekochte Rote Bete mit Knoblauch, Ziegenkäse und Walnüssen, auf Rauke serviert. Sehr gelungen und inspirierend zum Nachmachen,

Als Hauptgang sollte man dann vielleicht einen bewährten Kracher bestellen. Doch mit den nervigen, absurd gewürzten und in der Fritteuse halb verbrannten Hackröllchen, die man in der Regel bekommt, haben die Cevapcici im Sljiva nichts zu tun. Gebraten werden sie hier in würzigem Lammfett, auch die kross-saftigen Bratkartoffeln werden frisch zubereitet und verdienen -was selten vorkommt – ihren Namen. Dazu ein paar klassische Zutaten wie marinierte Zwiebeln. Ajvar ( Paprika-Würzpaste ) und Kajmak (Creme aus Milchrahm).

Das macht Spaß und lässt einen traumatische Jugo-Erlebnisse schnell vergessen. Nur das mit dem Salz in den Cevapcici müssen sie hier noch ein bisschen üben, es war schlicht etwas zu viel.

Ergänzt wird dies alles mit einem kleinen Angebot von Weinen aus den Balkan-Ländern und einigen äußerst gepflegten Fassbieren. Darunter ein würzig-fruchtig-süffiges „Grimbergen Blanche Witbier“ aus Belgien, das sowohl zu den Roten Beten als auch zu den Cevapcici hervorragend passte.

Der Service war freundlich und kompetent, ohne auch nur eine Spur schleimig oder unangemessen jovial zu wirken. Auch das muss (leider) erwähnt werden. Wer dann irgendwann mal wieder in den Abfütterungsstationen in den kroatischen Touristenhochburgen strandet, wird sich mit Sicherheit wehmütig an das Sljiva in der Moabiter Markthalle erinnern.

Endlich beginnt die Weltmeisterschaft

Die Vorrunde der Fußball-WM ist endlich vorbei. Abgesehen vom Absturz von Schland gab es keine einzige Überraschung. Es haben sich exakt jene Mannschaften für das Achtelfinale qualifiziert, die ohnehin bei den meisten auf dem Zettel standen.

Das hat viel mit dem Austragungsmosus zu tun, der ausschließlich der Geldgier der FIFA geschuldet ist. Durch das auf 32 Teams aufgeblähte Teilnehmerfeld (früher waren es 16, bald werden es 48 sein!) entsteht im Turnier eine Zwei- bis Dreiklassengesellschaft. Mannschaften wie Panama, Peru, Australien, Saudi Arabien, Ägypten und Tunesien haben bei einer WM nichts zu suchen. Und auch Island , Südkorea und Costa Rica sind wenig mehr als folkloristisches Füllmaterial. Russland ist ohnehin nur dabei, weil sie das Gastgeberland sind. Einzig der Nobody Iran hat kurz an einer Sensation geschnüffelt..

Die globalen Kräfteverhältnisse im Fußball haben sich kaum verändert. Im Achtelfinale stehen zehn Mannschaften aus Europa, vier aus Südamerika und je eine aus Mittelamerika und Asien. Die fünf afrikanischen Teams sind mehr oder weniger sang- und klanglos ausgeschieden. Auch das kaum verwunderlich. Deren heimische Ligen haben bestenfalls deutsches Drittliganiveau, da jeder Afrikaner, der einigermaßen oder gar großartige kicken kann, in Europa und neuerdings auch in China sein Geld verdient. Vor diesem Hintergrund schlagkräftige Nationalmannschaften zu formen , ist ein Ding der Unmöglichkeit. Zwar spielen auch in den meisten europäischen und südamerikanischen Teams viele „Legionären“, doch da gibt es wenigstens eine systematische Vorbereitung auf große Turniere. Von den Asiaten haben sich Japan und Südkorea ganz ordentlich geschlagen und vor allem mit nahezu „deutscher“ Disziplin gespielt. Doch das reicht nicht, um bei den großen Jungs ernsthaft mitmischen zu können.

Eine einigermaßen spannende WM-Vorrunde würde also eine Reduzierung des Teilnehmerfeldes voraussetzen, mit der auch diese Kräfteverhältnisse abgebildet werden, ohne den globalen Charakter komplett auszublenden. Folgende Verteilung wäre also denkbar: Acht europäische Teams, fünf aus Süd-,/Nord- und Mittelamerika und je eins aus Afrika, Asien und Ozeanien/. Wird aber nicht passieren, im Gegenteil: Die WM wird künftig gar auf 48 Teams aufgeblasen.

Jetzt also die K.O. Runde. Da wird es sicherlich einige Überraschungen geben. Auf den Titel gibt es ohnehin keine eindeutigen Favoriten. Von den üblichen Verdächtigen hat sich Deutschland verabschiedet, Spanien und Frankreich wirkten in der Vorrunde alles andere als souverän. Einzig Brasilien scheint sich nach schwachem Start inzwischen einigermaßen eingegroovt zu haben.

Den stärksten Eindruck hinterließen bislang aber die „Geheimfavoriten“ Belgien, England und Kroatien mit einer Mischung aus begeisterndem Angriffsfußball und großer taktischer Disziplin. Schwach dagegen Argentinien und Portugal. Dem überalteten Europameister könnten im weiteren Turnierverlauf wohl nur ein paar weitere Sternstunden des Superstars Ronaldo helfen, der seine Extraklasse aber bisher nur im ersten Spiel aufblitzen ließ. Schwer einzuschätzen ist Uruguay, da die bisher nur gegen Gurkentruppen antreten mussten. Schweden, Dänemark und die Schweiz sind schlicht zu bieder, wobei die Schweden die Schweiz vermutlich besiegen und ins Viertelfinale einziehen werden. Mexiko ist arg limitiert in den spielerischen Möglichkeiten. Russland ist eh eine Grottentruppe. Für eine Überraschung könnte allerdings Kolumbien gut sein.

Zeit für einen Achtelfinal-Tipp. Das Viertelfinale werden Spanien, Portugal, Brasilien, Kroatien, Frankreich, England, Belgien und Schweden erreichen. Danach sehen wir weiter……

Die WM ist gelaufen

Ab morgen ist sowieso alles egal. Denn dann regiert König Fussball. Wir werden Sternstunden der deutschen Leitkultur und Lebensart erleben. Wehende Fahnen, Autokorsos mit Hupkonzerten, enthemmte, manchmal auch betrunkene Massen bei öffentlichen Vorführungen des Spektakels und allerorten eine rege Diskurskultur während und nach den Spielen.

Doch diese Welle wird bald in sich zusammenfallen. Denn als einer der profiliertesten unter den rund 80 Millionen deutschen Bundestrainern und Fußballananalysten muss ich leider mitteilen,, dass Deutschland bereits im Viertelfinale ausscheiden wird, und zwar gegen England.

Das ergibt sich aus dem WM.Modus, der nach den Vorrunden ja keine Auslosungen vorsieht, sonderrn festlegt, welcher Gruppensieger gegen welchen Gruppenzweiten spielt und anschließend welche Sieger dieser Spiele aufeinander treffen.

Deutschland wird also seine Vorrunde gewinnen und sich dann im Achtelfinale mit Ach und Krach gegen die Schweiz durchsetzen. Und danach geht es eben gegen England. Die werden in ihrer Gruppe Zweiter, schlagen im Achtelfinale Polen und spielen dann gegen Deutschland. Allerdings wird England anschließend ausscheiden, gegen Belgien oder Kolumbien. Natürlich im Elfmeterschießen, denn das haben sie noch nie gekonnt und werden es auch nie können.

Abgehakt. Wer Weltmeister wird, vermag ich allerdings nicht genau zu sagen. Es gibt ein Favoriten-Trio: Spanien, Brasilien, Frankreich. Dazu kommen ein „Geheimfavorit“ (Belgien) und zwei weitere Mannschaften, denen eine Überraschung zuzutrauen wäre (Kolumbien und Portugal). Alles andere ist definitiv auszuschließen.

Es würde den Rahmen sprengen, den Rest der insgesamt 32 WM-Teilnehmer genauer zu beleuchten. Nur soviel: Die Afrikaner werden – wie immer bei großen Turnieren – komplett versagen, die Asiaten sind eh nur Folklore und Gastgeber Russland ist schlicht und ergreifend Scheiße.

Mein „Favorit des Herzens“ ist wie immer Portugal. Niemand kann nach Niederlagen, aber auch nach Siegen so herzzerreißend weinen, wie die Fado-Kicker. Außerdem mag ich einfach dieses Land.

Na denn: Anpfiff!

Es lebe der Spargelkönig 2018

In knapp zwei Wochen endet die Spargelsaison 2018. Einigermaßen genießbare Importware aus Polen oder den Niederlanden gibt auch noch ein bisschen länger. Doch dann sollte auch Schluss sein, denn um das später angebotene Zeugs aus Griechenland und Peru sollte man aus verschiedenen Gründen einen großen Bogen machen.

Also zwei Wochen Zeit, sich noch mal anständigen Spargel zu besorgen. Was gar nicht so einfach ist, denn die „optimierten“ Hybridsorten, die den Markt dominieren, wachsen zwar kerzengerade, sind immer schön weiß und haben fest geschlossene Köpfe – doch sie schmecken eher fade.

Zu Spargel gehören in erster Linie Kartoffeln und zerlassene Butter. Der Rest ist mehr oder weniger überflüssiges Beiwerk. Das gilt nicht nur für schleimige Hollandaise, sondern auch für Schinken, Schnitzel und Bratwürste. Das ist schlicht weniger als eine unziemliche Degradierung des feinen, edelbitteren Gemüses zu einer „Beilage“, und das gehört sich nicht. Punkt

Eines fehlt da allerdings noch. Eine passende Flasche Wein. Also keine Fruchtbombe und Alkoholgranate, sondern ein leichter, frischer Weißwein mit zurückhaltender Primäraromatik, deutlich mineralisch, gut eingebundener Säure und eher zarten Fruchtaromen. Erste Wahl ist für uns dabei stets junger fränkischer Silvaner mit maximal 12,5% Alkohol und vier Gramm Restzucker (pro Liter) Darf auch ruhig weniger sein.

Rund 50 fränkische Silvaner haben wir zu Spargel mit Kartoffeln und Butter verkostet. Fünf kamen ins große Finale. Der Gutswein von Rainer Sauermachte schließlich eindeutig das Rennen

Essen, essen, essen, trinken, trinken, trinken – und immer an die Leser denken lautet seit einigen Jahren unser Motto. Denn wir küren in jeder Saison den „Spargelkönig“. Rund 50 Proben haben wir in mehreren Vorrunden zu Spargel verkostet, und die fünf Besten nochmal in einem Finale gegeneinander antreten lassen. Nicht nur der Genuss (wenn man von einigen zweifelhaften Weinen mal absieht) war beträchtlich, sondern auch der Erkenntnisgewinn. Dazu einige Thesen:

1.) Einfache, aber dennoch exzellente gradlinige und reintönige Gutsweine passen besser als vermeintlich „höherwertige“ Abfüllungen – die in „normalen“ Verkostungen mit Sicherheit besser abschneiden würden. Man kann es nicht oft genug sagen: Die Qualität eines Weines sollte man im Kontext seines Genusses bewerten und kein Mensch braucht ein „Großes Gewächs“ zu Spargel.

2.) Im fränkischen Weinbau gibt es drei prägende Bodenformationen : Muschelkalk, Buntsandstein und Keuper. In der Regel passen Muschelkalk-Weine wesentlich besser zu Spargel nature als andere. Mit einer Bratwurst dazu sähe das sicherlich etwas anders aus.

3.) Unser Modus ist gemein und gnadenlos – aber dennoch richtig. Wenn fünf Weine parallel zum Spargel getrunken werden, schält sich schlicht heraus, welcher am besten passt – andere Kriterien gibt es nicht. Das könnte man auch verbraucherorientierten Weinjournalismus nennen.

Die Finalentscheidung fiel uns diesmal vergleichsweise leicht. Sehr schnell schälte sich der Gutswein von Rainer Sauer (der in einer Vorrunde seine beiden höher klassifizierten Orstwein-Brüder deutlich ausgestochen hatte) als „Spargelkönig 2018“ heraus. Frisch, mineralisch, dezente Kernobstanklänge, feine Säure, ganz leicht „grüne“Aromatik, eine Spur Salz und nur 11,5% Alkohol.

Wie geht das? Ganz einfach. Bei Sauers wird ohnehin vergleichsweise früh gelesen, um jeden Anflug von Überreife zu vermeiden. Denn Winzer, die nicht präzise auf den Klimawandel reagieren, bekommen zunehmend Probleme, diesen klassischen Typ leichten, trockenen Weißweine überhaupt noch produzieren zu können. Ein höherer Reifegrad bedeutet mehr Zucker im Most und in der Folge entweder mehr Alkohol (wenn man ihn durchgären lässt) oder mehr Restzucker (wenn man die Gärung stoppt). Für den Gutswein wird ein Teil der Trauben sogar noch früher gelesen, wegen der gewünschten dezent „grünen“ Aromatik. Der Rest ist kurze Standzeit auf der Maische, Vergärung und Ausbau in Edelstahltanks – die bei diesem Weintyp Holzfässern eindeutig vorzuziehen sind.

Sieben Euro kostet dieses (nicht nur zu Spargel, sondern auch einfach „nur so“) ungetrübte Trinkvergnügen. Ein äußerst fairer Preis, zumal das Weingut Rainer Sauer seit einiger Zeit zu den überall abgefeierten Superstars der fränkischen Silvaner-Szene gehört. Doch es geht nicht nur um den Preis. Vor allem achtet Sauer auch bei seinem Basiswein konsequent auf gutes Lesegut und hohe Qualität. Was man nicht von allen seiner Kollegen im noblen „Verband Deutscher Prädikatsweinwinzer“ (VDP) behaupten kann.

Wie dem auch sei: Der Silvaner VDP.Gutswein 2017 von Rainer Sauer ist ein rundum würdiger Spargelkönig. Möge dieser kleine Artikel möglichst viele Leser dazu verleiten, die verbleibende Spargelzeit zu einem Rendezvous mit dem Edelgemüse und dem optimal dazu passen Wein zu nutzen.

Den Wein gibt es für sieben Euro ab Hof

Von Blüten und Bohnen

Beginnen wir mir meiner beliebten Rubrik „Ich gehe nicht mehr essen, weil ich so unglaublich gut kochen kann.“ Na gut,gekocht ist das nicht. Eher gerührt. Die erste Gurke vom Balkon fein geraspelt, vier Knoblauchzehen gepresst, mit halbfettem Quark und Schafsjoghurt vermischt, dazu noch ein bisschen feinstes Olivenöl, Meersalz und schwarzer Pfeffer.. Klingt nach hundsgewöhnlichem Zatziki . Naja, nicht hundsgewöhnlich, sondern schon ziemlich gut. Aber jetzt kommt der Clou! Wohl dem, der einen Garten oder wenigstens einen gut sortierten Balkon hat, denn derzeit blühen viele Kräuter. Und mit frisch gepflückten Schnittlauch-, Basilikum- Estragon- und Korianderblüten schmeckt das schlicht sensationell. Und passt zu den abartigen Temperaturen.

Nunmehr kommen wir zum ärgerlichen Teil. Eigentlich dachte ich nach einer Recherchereise, die mich vor einigen Jahren in den bemerkenswert öden Stadtteil Bonn-Oberkassel führte, dass das Thema „Schlechtester Eiskaffee der Welt“ definitiv und endgültig erledigt wäre. Denn was mir dort bei einem vermeintlichen „Italiener“ serviert wurde, spottete jeder Beschreibung.

„Das können wir noch besser“ denkt man sich offenbar in Teilen Brandenburgs. Und in der Tat eröffnete mir die kurze Rast auf dem Fahrradweg von Wandlitz nach Berlin in einem Café in der Gemeinde Mühlenbecker Land eine neue Dimension des schlechten Geschmacks. Dort versteht man unter Eiskaffee eine vermutlich in flüssigem Stickstoff stahlhart gefrorene Eiskugel, die dann mit lauwarmem, gezuckerten, abgestandenen Filterkaffee übergossen und einer Portion Sprühsahne „veredelt „wird.. Da müssen die selbst in Bonn-Oberkassel noch üben.

Dabei ist das nun wirklich einfach. Man bereite einen Kaffee aus frisch gemahlenen Espressobohnen, lasse ihn etwas abkühlen (wenn es schnell gehen soll mit Eiswürfeln) und füge eine Kugel Vanilleeis dazu. Fertig.

Aber dafür ist man nicht nur in Bonn-Oberkassel, sondern besonders in Brandenburg offensichtlich zu faul oder zu blöd.

Kampf der Giganten

Ich kann Spargel nicht mehr sehen, Und Silvaner auch nicht Naja, jedenfalls ein paar Tage. Aber es gibt ja noch andere nette kulinarische Forschungen, z.B. Elbling und Austern. Um das jetzt gleich mal klarzustellen: Eigentlich geht nur Elbling, genehmigt sind ferner Gros Plant du Pays Nantais und Picpoul. Manchmal auch Muscadet. Die Zulassung von Gutedel befindet sich noch in der geschmackspolizeilichen Prüfungsphase. Nicht zugelassen sind Rfesling und Burgundersorten und sogar strengstens verboten sind Chardonnay, Sauvignon Blanc und alles was britzelt..

Da mir Stefan Marx netterweise eine Flasche Gros Plant aus der Bretagne mitgebracht hat, bietet sich ein Kampf der Giganten an, Dieser Gros Plant vom Chateau der la Bretonnerie soll sich jetzt mit dem bewährten Platzhirsch von der südlichen Mosel messen, Elbling von Stephan Steinmetz .

Beide Rebsorten haben einiges gemein.Sie ergeben in der Regel leichte Weine und weisen eine straffe Säure sowie eher dezente Kernobstaromen auf. Mitunter sind sie auch ausgeprägt mineralisch, mit einer Spur Salz Ferner werden beide Sorten von der „Wein-Szene“ mehr verspottet als gelobt, was sich aus Konsumentensicht äußerst günstig auf das Preisniveau auswirkt. Und zu Austern gibt es einfach nichts Besseres!

Austern aus der Normandie, um deren Gunst ein Bretone und ein Südmoselaner kämpfen. Natürlich in Wandlitz, wo sonst.

 

Also zur Tat. Sechs „Fin de Claires“ sind schnell geknackt und die gut gekühlten Weine harren der Battle. Dem dezent gereiften (2015) Bretonen merkt man das lange Feinhefelager an. Die Säure ist imposant und geht deutlich in Richtung frisch gepresster Zitronnensaft. Bei „Solo-Schluck“ wirkt das ziemlich schrill und scheint gängige Vorurteile („Strümpfestopfer“) zu bestätigen.

Der Südmoselaner (2016) wirkt deutlich geschmeidiger und hat neben der ebenfalls merklichen Säure auch dezente Frucht am Gaumen zu bieten, vor allem herber, mürber Apfel und ein wenig Birne.

Also ran an die Austern. Der Bretone entwickelt mit steigender Temperatur und zu den Austern dann ein wenig Zitrusschale mit einer feinen Bitternote und leicht steinigen Noten. Beim Südmoselaner kitzeln die Austern gar einen Hauch Melone heraus.

Noch ne Auster, noch’n Schluck und so weiter. Fazit: Beides geht gut, aber der Bretone hat die Nase vorn..

Da bekomm ich doch glatt Lust, im Frühherbst mal wieder eine Elbling-Austern-Vergleichsverkostung zu machen, vielleicht mit einem Gros-Plant-“Piraten“. Irgendwie muss man die Zeit bis zu „Lemberger-Wildschwein“ (im Dezember) und der nächsten Spargel-Silvaner-Sause ( Mai 2019) ja rumkriegen.