Nur ein paar Worte zu Griechenland

1.) Die Widerstandstradition dieses Volkes ist bemerkenswert. Partisanen wehrten sich erbittert gegen die deutschen Nazi-Besatzer. Es folgte ein blutiger Bürgerkrieg gegen die von den USA und Großbritannien unterstützten Oligarchen des Landes. 1967 bis 1974 übernahm eine (auch von Deutschland unterstützte) faschistische Militärjunta die Macht, was erneut Partisanen auf den Plan brachte. Dass sich so ein Volk nicht widerstandslos dem Verelendungsterror der EU und des Finanzkapitals unterwerfen wird, war also nicht unbedingt eine Überraschung.

2.) Varoufakis ist zurückgetreten. Das ist schade, macht aber nichts, wenn es lediglich einer atmosphärischen Verbesserung bei den Verhandlungen mit der EU dienen soll. Varoufakis hat den europäischen Politikbetrieb genüsslich vorgeführt und Maßstäbe dafür gesetzt, wie man mit diesen Zombies von Schäuble bis Dijsselbloem umgehen sollte.

3.) Wie es weiter geht, weiß ich nicht. Damit stehe ich vermutlich nicht alleine.

4.) Die Führungsriege der deutschen Sozialdemokratie besteht fast nur aus ekelhaften Gestalten, egal ob sie Schulz, Gabriel oder Steinmeier heißen.

5.) Ich habe es nicht für möglich gehalten, dass es so viele hochbezahlte asoziale Drecksäcke als „Journalisten“ im gebührenfinanzierten Fernsehen gibt.

6.) Ich bin weit davon entfernt, den erfolgreichen Kampf der GDL für einen anständigen Tarifvertrag für das Zugpersonal bei der Bahn mit dem Kampf des griechischen Volkes gegen absolute Verelendung zu vergleichen. Aber bei der Hetze gegen den GDL-Vorsitzenden Claus Weselsky haben sich die o.g. Drecksäcke genauso verhalten, wie bei der gegen Varoufakis und Tsipras.

 

 

 

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